Gleichartige und andersartige Versorgung

Von der Regelversorgung abweichende Behandlungen werden Im Festzuschuss-System in sogenannte gleichartige und andersartige Versorgungsformen unterschieden. Der Zahlungsfluss ist jeweils unterschiedlich.

Von einer gleichartigen Versorgung wird gesprochen, wenn zur Regelleistung zusätzliche Leistungen hinzukommen. Muss zum Beispiel der obere rechte erste Backenzahn (Zahn 16) überkront werden, so ist die Regelversorgung die Metallkrone. Wünscht der Patient eine zahnfarbene Verblendung, so ist dies eine Zusatzleistung, die an dem grundsätzlichen Charakter der Krone nichts ändert. Wählt der Versicherte einen solchen gleichartigen Zahnersatz, so zahlt die gesetzliche Krankenversicherung den Festzuschuss an den Zahnarzt und der Patient muss neben seinem normalen Eigenanteil die anfallenden Mehrkosten selbst tragen. Diese Mehrkosten werden nach der privaten Gebührenordnung für Zahnärzte, der GOZ, berechnet und dem Versicherten in Rechnung gestellt.

Von andersartiger Versorgung wird dann gesprochen, wenn die für den jeweiligen Befund festgelegte Regelversorgung gar nicht zur Anwendung kommt, sondern eine völlig andere Versorgung vorgenommen wird. Wählt der Patient also beispielsweise bei vier fehlenden Zähnen eine festsitzende implantatgestützte Versorgung statt einer herausnehmbaren Teilprothese, so spricht man von einer andersartigen Versorgung. Andersartigen Zahnersatz rechnet der Zahnarzt nach der privaten Gebührenordnung für Zahnärzte GOZ,direkt mit dem Patienten ab. Die gesetzlichen Krankenversicherung erstattet dem Patienten anschließend den Festzuschuss in derselben Höhe ,wie er auch für eine einfache Teilprothese gezahlt worden wäre.