Bonusheft

Gesetzlich Krankenversicherte erhalten je nach Befund einen Festzuschuss für vertragszahnärztliche Versorgungen mit Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder herausnehmbaren Prothesen. Die Höhe orientiert sich an der jeweiligen Regelversorgung für den betreffenden Befund. Sind im Bonusheft regelmäßige Zahnarztbesuche vermerkt, beteiligen sich die gesetzlichen Krankenversicherungen mit einem höheren Zuschuss. Der Zuschuss für die Vertragsleistung steigt um 20 Prozent, wenn Versicherte und Mitversicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, in den letzten fünf Jahren wenigstens einmal im Jahr zu eingehenden Untersuchungen beim Zahnarzt waren bzw. Kinder und Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr mindestens einen Eintrag im Rahmen der Individualprophylaxe pro Kalenderhalbjahr im Bonusheft vorweisen können. Bei einer lückenlosen Vorsorge über einen Zeitraum von zehn Jahren erhöht sich der Zuschuss für die Kassenleistung um weitere 10 Prozent. Den verbleibenden Anteil müssen die Patienten selbst bezahlen.

Beispiel:
Ein fehlender Backenzahn soll durch eine Brücke ersetz werden. Der Festzuschuss liegt in diesem Fall bei angenommenen 270,- €. Belegt das Bonusheft den Zahnarztbesuch über fünf Jahre, liegt der erhöhte Festzuschuss bei 324,- €, sind zehn Jahre belegt, zahlt die Krankenkasse 351,- €. Dieser Zuschuss deckt in der Regel allerdings nur einen sehr geringen Teil der anfallenden Kosten, wenn der Patient über die Regelversorgung hinausgehende Leistungen wie keramische Vollverblendungen, Edelmetall, aufwändige Verbindungselemente bei Prothesen etc. wünscht.