Zahnbrücke

Eine Zahnlücke kann „überbrückt“ werden. Diese Brücke wird durch Kronen an den die Lücke begrenzenden Pfeilerzähnen verankert. Statt eines natürlichen Pfeilerzahnes kann auch ein Implantat als Brückenpfeiler dienen. Eine Brücke wird fest zementiert und kann (mit Ausnahme von Teleskopbrücken für besondere Einsatzgebiete) nicht vom Patienten aus dem Mund entfernt werden.

Wenn die Pfeilerzähne schon große Schäden und Knochenabbau aufweisen, muss abgewogen werden, ob diese Zähne überhaupt die Prognose haben, über lange Zeit eine Brücke tragen zu können. Sind die Pfeilerzähne allerdings naturgesund, werden sie durch das Abtragen des Zahnschmelzes für die erforderlichen Ankerkronen geschwächt und kariesanfälliger, was deren Langzeiterhaltbarkeit über 30 oder 40 Jahre vermindert.

So ist immer abzuwägen, ob eine Brücke oder ein Implantat im Einzelfall die für den Langzeiterfolg einer Lückenversorgung die sinnvollere Versorgungsform ist. Brücken bestehen normalerweise aus einem Gerüstmaterial aus Metall (Gold oder Edelstahl) oder hochfester Zirkondioxidkeramik und werden mit zahnfarbener Keramik überzogen, um ein zahnentsprechendes Aussehen zu ermöglichen. Solche zahnentsprechenden Verblendungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur im vorderen Bereich (Oberkiefer bis zum Fünfer, Unterkiefer bis zum Vierer) bezuschusst. Weitergehende Verblendungen können Gegenstand einer Zusatzversicherung sein.