Implantat

Seit ca. 40 Jahren bieten Zahnimplantate die Möglichkeit, fehlende Zähne zu ersetzen. Es sind künstliche Zahnwurzeln, die fest in den Kieferknochen „eingepflanzt“ werden. Sie nehmen dort den Platz der verloren gegangenen Zahnwurzel ein. Ihnen werden dann je nach Erfordernis Zahnkronen aufgesetzt.

Zahnimplantate werden überwiegend aus dem äußerst bioverträglichen Material Titan gefertigt. Ansatzweise kommen auch schon keramische Materialien, die aus dem Bereich des Ersatzes von Hüft- und Kniegelenken bekannt sind, zum Einsatz. Diese Implantatsysteme sind aber für die technische Weiterversorgung mit Zahnkronen noch nicht so ausgereift.

Die Vorteile von Zahnimplantaten
Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Implantat der Natur des natürlichen Zahnes am nächsten kommt.

Der „Idealfall“: Ein Zahn muss (leider) gezogen werden und wird durch ein Implantat ersetzt. Das Implantat „steht“ an der Stelle des verloren gegangenen Zahnes, der Knochen bleibt erhalten, die Lücke ist geschlossen, die Nachbarzähne müssen nicht beschliffen werden, das Kaugefühl unterscheidet sich nicht von dem natürlichen Zahn.

Implantate in jedem Alter?
Nach oben gibt es keine Altersbegrenzung. Wenn der Patient bei guter Gesundheit ist, können bis ins hohe Alter Implantate gesetzt werden. Gerade bei Vollprothesenträgern kann die Verankerung der Prothesen auf wenigen Implantaten wieder eine normale Kauffunktion und Ernährung ermöglichen.

Die untere Altersgrenze liegt, je nach Entwicklungsstand des Patienten, bei ca. 16 bis 18 Jahren. Das Wachstum des Kindes sollte weitestgehend abgeschlossen sein, da ein Implantat nur in einem möglichst ausgewachsenen Kiefer gesetzt werden sollte.